The new AllBright report is online

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Germany – Last Place
Corporations across the world advance more women into top management

In no other country is the predominance of men among the top executives of large stock exchange traded enterprises as strong as in Germany. If one compares the share of women on the management boards of the leading companies in Germany, France, Great Britain, Poland, the USA and Sweden, Germany is in last place – here women hold a share of only 12.1 percent. The comparison also shows: Paid parental leave or affordable childcare are important to enable women to work full time, but the crucial factor to advance women to the highest levels of management is the will of the companies.

Click here to download the report in English.

Press reviews

 

Am Montag, dem 14. Mai, erscheint der neue AllBright Bericht

 
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Deutschland ist Schlusslicht: Vergleicht man den Frauenanteil in den Vorständen der 30 führenden Börsenunternehmen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen, den USA und Schweden, belegt Deutschland den letzten Platz. 

Deutschland ist das Land mit dem geringsten Frauenanteil in den Vorständen der 30 größten Börsenunternehmen, es ist das einzige Land im Vergleich, in dem keines der großen 30 Börsenunternehmen einen weiblichen CEO hat; und Deutschland ist auch das einzige Land, in dem keines dieser Unternehmen überhaupt einen Frauenanteil von 30 Prozent im  Vorstand erreicht.

Gute gesellschaftliche Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind wichtig für einen hohen Frauenanteil im Management. Der Ländervergleich zeigt jedoch: Wirklich entscheidend ist die Einstellung der Unternehmen – wenn Frauen und Vielfalt im Top-Management strategisch gewollt sind, steigt der Anteil signifikant, unabhängig von den Rahmenbedingungen im jeweiligen Land.

Hier kann der Bericht heruntergeladen werden.

 

AllBright beim WoMenPower Karrierekongress auf der Hannover Messe

 
 V. l. n. r.: Andréa Zengin, Edda Kristof-Goeman, Beate Brummel, Kerstin Günther, Christian Berg, Maren Heltsche, Sonja Moosburger, Maike Baumgartl

V. l. n. r.: Andréa Zengin, Edda Kristof-Goeman, Beate Brummel, Kerstin Günther, Christian Berg, Maren Heltsche, Sonja Moosburger, Maike Baumgartl

 
 

Am 27. April 2018 fand der Karrierekongress WoMenPower zum 15. Mal im Rahmen der Hannover Messe statt. Der jährlich veranstaltete Kongress ist eine Netzwerk- und Diskussionsplattform für Frauen zu Karrierefragen, Erfolgsstrategien und innovativen Arbeitsformen.

Unser Geschäftsführer Christian Berg nahm an dem von Oracle initiierten Panel „Digitale Transformation: Eine Chance für Frauen in Führung?!“ teil. Der AllBright Bericht 2017 diente als Ausgangspunkt für die von Andréa Zengin und Maike Baumgartl (Oracle) moderierte Diskussionsrunde, zu der außerdem Edda Kristof-Goeman (Volkswagen), Beate Brummel (Sparkasse), Kerstin Günther (ehem. Telekom), Maren Heltsche (Digital Media Women) und Sonja Moosburger (MediaMarktSaturn) beitrugen.

 

 

Die AllBright-Stiftung bei der DB-Managerinnen-Lounge

 
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Bei der DB-Managerinnen-Lounge trafen sich am 25. April 2018 etwa 500 Managerinnen des Deutsche Bahn-Konzerns unter dem Motto "Mehr Frauen an die Spitze - Was wir zum Wandel beitragen können".

AllBright-Geschäftsführerin Wiebke Ankersen hielt einen Impulsvortrag und betonte, dass eine nachhaltige Erneuerung der Führungsstruktur nur durch eine Veränderung im Rekrutierungsverhalten erreicht werden könne. Der "Thomas-Kreislauf" - Männer rekrutieren immer wieder ihnen ähnliche Männer - müsse dafür durchbrochen werden. 

In der folgenden Gesprächsrunde mit DB-Aufsichtsrätin Susanne Knorre und DB-Personalvorstand Martin Seiler sagte Ankersen, dass die schwedischen Unternehmen bereits die Chancen von vielfältigen Management-Teams erkannt hätten und dass es darum ginge, die Führungskultur zu ändern - nicht die Frauen. 

 

Herzlich willkommen bei AllBright, Fränzi Kühne!

 
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Ab sofort verstärkt Fränzi Kühne, Gründerin und Geschäftsführerin der Digitalagentur TLGG und Aufsichtsrätin bei der Freenet AG, mit ihrer Expertise und ihrem Engagement den AllBright-Stiftungsrat. 

Frau Kühne, Sie sind Deutschlands jüngste Aufsichtsrätin und haben eine unschlagbare Digitalkompetenz. Das ist eine ziemliche Seltenheit in deutschen Aufsichtsräten. Sie zeigen, dass die Funktion von sehr unterschiedlichen Personen ausgeübt werden kann – nicht nur von älteren Herren mit jahrelanger Vorstandserfahrung. Welche Kompetenzen fehlen in deutschen Führungsetagen?

"Die Führungs- und Aufsichtsstrukturen hierzulande sind noch immer größtenteils für sichere Zeiten ohne große Umbrüche gemacht. Die sind bis auf weiteres vorbei, und die Digitalisierung ist dafür ein wesentlicher Treiber. Wo neue Herausforderungen entstehen, braucht es neue Kompetenzen – auch, aber bei weitem nicht nur in Fragen der Technologie. Neue Impulse aber können nur in divers aufgestellten Teams entstehen, wozu wiederum nicht nur die Balance von Männern und Frauen oder Jungen und Alten gehört, sondern eine generelle Vielfalt des Denkens und der Perspektiven. Digitale Kompetenz im Sinne eines Bewusstseins für kulturelle und ökonomische Konsequenzen der Digitalisierung muss in bestehende Strukturen integriert werden – durch schlau zusammengestellte, diverse Teams in einem Arbeitsumfeld, in dem sie sich frei entfalten können."

Wir sind sehr froh und auch ein bisschen stolz, dass Sie sich ab sofort in unserem Stiftungsrat engagieren. Was ist Ihnen besonders wichtig an der Arbeit der AllBright Stiftung?

"Froh und stolz bin auch ich und dankbar für die Gelegenheit. Die AllBright Stiftung ist ein wichtiger und spannender Impulsgeber für Diversität in Wirtschaftskreisen, ein wichtiges Netzwerk, das Ideen und Aktivitäten bündelt. Mir gefällt, dass der Fokus zwar auf der Förderung weiblicher Führungsstrukturen liegt, der Begriff der Vielfalt aber darüber hinaus verstanden wird. Ich freue mich darauf, kreative Ideen in ihre Arbeit einzubringen, sie noch sichtbarer zu machen und über mich und mein Netzwerk auch den Zugang zu neuen Zielgruppen und Interessentinnen zu öffnen."

Herzlich willkommen, Frau Kühne, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Dem AllBright-Stiftungsrat gehören außerdem an: Rainer Esser (ZEIT-Verlag), Anna Sophie Herken (HPC), Amanda Lundeteg (AllBright Stockholm), Florian Nöll (Deutscher Startupverband), Nicole Peper (IKEA), Laura Sprechmann (Nobel Media AB), Axel Wallrabenstein (MSL-Group), Tanja Wielgoß (BSR).

 

Wir brauchen Verstärkung!

 

Die AllBright Stiftung ist eine gemeinnützige deutsch-schwedische Stiftung, die sich für mehr Frauen und Diversität in den Führungspositionen der Wirtschaft engagiert. Wir schaffen medienwirksam Transparenz & Öffentlichkeit für gute und schlechte Entwicklungen in den Unternehmen, überzeugen mithilfe guter Beispiele und bekämpfen falsche Mythen mit Fakten. Dabei bringen wir Erfahrungen aus Schweden ein und ermuntern insbesondere Männer, sich für eine Arbeitswelt einzusetzen, in der Frauen und Männer sich gleichermaßen entfalten und Unternehmen bessere Ergebnisse erzielen können.

Ab dem 1. April 2018 suchen wir eine oder einen

Redakteurin oder Redakteur
(in Vollzeit oder vollzeitnaher Teilzeit)
.

Was du bei uns machst

  • die Social-Media-Kanäle und die Webseite der Stiftung selbständig und meinungsstark betreuen, optimieren, erweitern und evaluieren
  • Kommunikationskonzepte entwickeln
  • an den AllBright Berichten (Recherche und Redaktion) und Meinungsartikeln mitarbeiten
  • bei der Veranstaltungsorganisation mitarbeiten

Was du mitbringst

  • Hohe Identifikation mit den Zielen der Stiftung
  • Abgeschlossenes Studium, gerne PR/Kommunikation oder BWL
  • Erfahrung im Managen von Social Media Accounts
  • Vertrautheit mit modernen Management-Ansätzen & Diversity
  • Ausgeprägtes strategisches und redaktionelles Denkvermögen
  • Textsicherheit, Fähigkeit, zielgruppengerecht und auf den Punkt zu formulieren
  • Selbständige & eigenverantwortliche Arbeitsweise

Was wir bieten

  • Eine superspannende kommunikative Herausforderung – jeden Tag aufs Neue
  • Flache Hierarchie & Mitgestaltung bei der Weiterentwicklung unserer Arbeit
  • Flexibles Arbeiten im kleinen, internationalen Team im Zentrum von Berlin

Kontakt: Wiebke Ankersen, Tel.: 0173-27 77 389, wiebke.ankersen@allbright-stiftung.de

Wir freuen uns auf Bewerbungen bis zum 2. März an bewerbung@allbright-stiftung.de

 

Florian Nöll ist neues Mitglied im AllBright-Stiftungsrat

 
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Nicht nur in der etablierten Wirtschaft sind Frauen unterrepräsentiert. Nur jedes sechste Startup in Deutschland wird von einer Frau gegründet. Die neu entstehende Digitalwirtschaft die einmalige Chance, aus den Fehlern der Unternehmergenerationen vor ihr zu lernen. Ich möchte mithelfen, dass unsere Startups nicht nur für die Technologien und Arbeitswelten der Zukunft stehen, sondern auch mit Blick auf die Geschlechtergerechtigkeit Vorreiter sind.

Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V., unterstützt von nun an die Arbeit der AllBright Stiftung im Stiftungsrat. Der Unternehmer aus Überzeugung ist als Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Startups e.V. Dolmetscher zwischen innovativen Unternehmensgründungen und der Politik und engagiert sich seit mehr als 10 Jahren in der Gründungsförderung.

Herzlich willkommen!

 

Berliner Marktplatz der Vielfalt von Vattenfall und GASAG am 24. Januar

 

Der Berliner Marktplatz der Vielfalt, ein Netzwerktreffen für Berliner Unternehmen, stand am 24. Januar 2018 auf Einladung von Vattenfall und GasAG im Zeichen von Gender Diversity.

AllBright-Geschäftsführerin Wiebke Ankersen präsentierte einleitend die Problematik des "Thomas-Kreislaufs", der dazu führt, dass Männer immer wieder ihnen ähnliche Männer rekrutieren. Im Anschluss diskutierten AllBright-Geschäftsführer Christian Berg, die Vorstandsvorsitzende der GASAG Vera Gäde-Butzlaff, der Vorsitzende der Technologiestiftung Berlin Nicolas Zimmer und Sabine Thonke, Aufsichtsrätin bei den Berliner Wasserbetrieben darüber, wie die Unternehmen einen höheren Fauenanteil in den Führungsetagen erreichen können.

AllBrights FührungsFrauenFloskel-Bingo der gängigen Ausreden von Unternehmen, warum an ihrer Unternehmensspitze keine Frauen vertreten sind, war dann in Workshops Ausgangspunkt für das Erarbeiten konkreter Maßnahmen in den Unternehmen, um gegen diese Aussagen und die dahinterliegenden Sachverhalte anzugehen.

Fotos: Rolf Schulten

 

Vielfältig, kreativ, agil? Ein deutsch-schwedischer Dialog über die Zukunft der Wirtschaft am 8. Dezember

 
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Der schnelle technologische Wandel und die zunehmende Digitalisierung aller Wirtschaftszweige verändern die Wirtschaft grundlegend. Dieser Herausforderung können Deutschland und Schweden nur mit einer Vielfalt an Ideen begegnen – und die beginnt mit Vielfalt im Management und in den Teams der Unternehmen.

Die Berichte der AllBright Stiftung in Deutschland und Schweden zeigen jedoch, wie extrem homogen und männlich dominiert insbesondere das Management heute noch ist. Wie arbeiten erfolgreiche deutsche und schwedische Unternehmen mit dieser Herausforderung? Was tut die Politik, um den notwendigen Wandel zu unterstützen?

Auf Einladung der AllBright Stiftung und der schwedischen Botschaft kamen am 8. Dezember mehr als 100 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen, um mehr über die Arbeitsansätze von Bundesministerin Brigitte Zypries, Magnus Johansson vom schwedischen Wirtschaftsministerium, Wilfried Porth, Personalvorstand der Daimler AG, und Anna Andersson, personalverantwortlich in der Geschäftsführung von IKEA Deutschland zu erfahren. Jana Tepe und Anna Kaiser von Tandemploy sowie Rocío Lorenzo von BCG gaben spannende Impulse zu neuen Arbeitsformen in der digitalisierten Welt und dem Zusammenhang von Vielfalt und Innovationskraft.

„Entscheidend ist die Unternehmenskultur“, sagte Anna Andersson von IKEA. „Sie muss wirklich inklusiv sein und den Mitarbeitern Raum und Verantwortung geben, und ihre unterschiedlichen Fähigkeiten nutzen. Wir dürfen nicht alle Mitarbeiter in dasselbe Korsett pressen, wenn wir ihr volles Potential nutzen wollen - da müssen wir als Arbeitgeber auch bereit sein, einige Mühe und Flexibilität zu investieren. Nur so bekommen wir vielfältige Teams, die uns nachhaltig erfolgreicher machen“.

„Digitalisierung, Vernetzung, Elektromobilität, der Weg zum autonomen Fahren und Share-Economy – all das verändert unsere Branche mit rasanter Geschwindigkeit. Diesen Wandel können wir nur mit einer qualifizierten, engagierten und vielfältigen Mannschaft erfolgreich gestalten. Jeder einzelne unsere Mitarbeiter bringt andere Talente ein, das bereichert und führt zu besseren Ergebnissen“, davon ist Wilfried Porth, Personalvorstand der Daimler AG, überzeugt. „Als Arbeitgeber liegt es an uns, eine offene Unternehmenskultur zu leben und Vielfalt, Pioniergeist und Eigenverantwortung zu fördern.“

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries ist die erste in diesem Amt, die sich engagiert für eine bessere Repräsentation von Frauen in den Führungspositionen der Wirtschaft einsetzt: „Es geht bei der Förderung von Frauen nicht darum, Frauen und Männer gegeneinander auszuspielen, sondern vielmehr darum, sie zu einem ausgeglichenen Zusammenspiel zu bewegen. Und hier spielt der Wirtschaftsfaktor Frau eine große Rolle, denn ein Unternehmen mit Vielfalt ist erwiesenermaßen besser aufgestellt."

In Schweden stehen die staatlichen Unternehmen besser da als die Privatwirtschaft: So besteht beispielsweise der Vorstand der schwedischen Bahn aus 7 Frauen und 4 Männern. „In den Aufsichtsräten der staatlichen Unternehmen haben wir inzwischen einen Frauenanteil von 49 Prozent erreicht, 45 Prozent der Aufsichtsratsvorsitzenden sind Frauen. Wir müssen da mit gutem Beispiel vorangehen und wollen die Privatwirtschaft inspirieren“, erläuterte Magnus Johansson aus dem schwedischen Wirtschaftsministerium.

 
 

"Verbale Aufgeschlossenheit bei praktischer Verhaltensstarre. Ein Lagebericht aus der deutschen Wirtschaft"

 
 Eva Buchhorn (Manager Magazin), Karen Ferdinand (KPMG), Markulf Behrendt (Allen & Overy), Wiebke Ankersen (AllBright)

Eva Buchhorn (Manager Magazin), Karen Ferdinand (KPMG), Markulf Behrendt (Allen & Overy), Wiebke Ankersen (AllBright)

Im Rahmen der 2. Dverse Media Konferenz am 3. November in Berlin diskutierte AllBright-Geschäftsführerin Wiebke Ankersen mit Eva Buchhorn (Manager Magazin), Markulf Behrendt (Partner Allen & Overy) und Karen Ferdinand (Partnerin KPMG) über Tempo und Unterschiede bei der Einführung von mehr Vielfalt in den Führuntsetagen der deutschen Wirtschaft: Während die Führungsgremien der meisten großen Börsennternehmen weiblicher und internationaler werden, verharren die kleineren und mittleren Unternehmen weitgehend in alten Strukturen.

 

Wie sehen Unternehmen aus, die Frauen faire Karrierechancen bieten?

 
 CHRISTIAN BERG, ANNA ANDERSSON, ANNA SOPHIE HERKEN UND WIEBKE ANKERSEN

CHRISTIAN BERG, ANNA ANDERSSON, ANNA SOPHIE HERKEN UND WIEBKE ANKERSEN

Diese für den beruflichen Erfolg von Frauen entscheidende Frage stellte die AllBright Stiftung im Rahmen der Karrieremesse für Absolventinnen, Frauen in Fach- und Führungspositionen und Existenzgründerinnen herCAREER in München. Die Geschäftsführer der AllBright Stiftung Wiebke Ankersen und Christian Berg diskutierten mit Anna Sophie Herken (CFO, HPC) und Anna Andersson (Geschäftsführung, IKEA Deutschland), was Unternehmen anders machen, die Frauen an sich binden und konsequent bis nach ganz oben befördern. 

Ein Blick in die obersten Führungsetagen kann da zum Beispiel hilfreich sein: Keine Frau im Top-Management? Kein gutes Zeichen. Und umgekehrt sind Frauen in den obersten Führungsetagen ein guter Indikator für eine offene, flexible und inkluse Unternehmenskultur, in der auch Frauen ihr volles Potential entfalten können.

 

Am Montag, dem 16. Oktober, erscheint der neue AllBright Bericht

 
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Die Erhöhung des Frauenanteils in den Unternehmensführungen verläuft in zwei Geschwindigkeiten: Am 1. September 2017 bestehen die Vorstände der 160 an der Frankfurter Börse notierten Unternehmen noch immer zu 93 Prozent aus Männern, die sich in Herkunft, Alter und Ausbildung sehr ähnlich sind. Ergänzende Kompetenzen, innovatives und korrektives Potential müssten die Unternehmen rekrutieren, um mit Blick auf Digitalisierung und zunehmend unvorhergesehene Herausforderungen agiler zu werden. Doch nur eine kleine Gruppe von Unternehmen hat begonnen, ihre Führungsstrukturen nachhaltig zu erneuern. Viele zögern.

So homogen ist die Zusammensetzung sonst nirgends - die 100 kleineren und mittelgroßen Unternehmen in MDAX und SDAX rekrutieren weiterhin und stärker als alle anderen nach einem immer gleichen Muster, eine Vision für zukunftsfähige Führung ist hier nicht zu erkennen.

Die 30 großen DAX-Unternehmen hingegen haben begonnen, ihre Führungsmannschaften gezielt umzubauen, sie haben ihre Vorstandsposten im vergangenen Jahr deutlich weiblicher und deutlich internationaler besetzt. Hier geht die Schere sehr schnell auseinander, die mittleren und kleineren Unternehmen werden Schwierigkeiten haben, den Abstand aufzuholen.

In jedem Jahr werden mehr als 100 Vorstandsposten in den Börsenunternehmen neu besetzt, es gibt zahlreiche Gelegenheiten für Veränderung. AllBrights Weiße, Graue und Schwarze Liste geben einen schnellen Überblick: Welchen Firmen gelingt es am besten, Frauen zu finden und zu halten und welche sind damit besonders attraktiv für Männer und Frauen, die auf eine offene und inklusive Unternehmenskultur Wert legen?

Am Montag, dem 16. Oktober, kann der Bericht hier heruntergeladen werden.

 

"Hadern Frauen mit der Macht?" Gespräch bei Gruner & Jahr

 
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Auf Einladung der Alsterloge und der Brigitte Academy diskutierte AllBright-Geschäftsführer Christian Berg am Montag, dem 9. Oktober, mit Julia Jäkel (Gruner & Jahr), Cawa Younosi (SAP) und Monika Schulz-Strelow (FidAR) über die Frage, warum so wenig Frauen in wirtschaftliche Führungspositionen gelangen. Scheuen sie die Macht? Aus schwedischer Perspektive konnte Christian Berg unter anderem beitragen, dass es mit steigender Anzahl von Frauen in Führung immer selbstverständlicher für jüngere Frauen wird, ebenfalls Verantwortung übernehmen zu wollen. Eine inklusive und partizipative Unternehmenskultur, die Ihnen dabei Gestaltungsraum lässt, ist die Voraussetzung dafür.

Mehr Information auch unter brigitte.de.

 

Sven Hagströmer auf der Jahrestagung der Initiative Chefsache

 
 SVEN HAGströmer im Gespräch mit uwe-Jean heuser. Foto: Reinaldo coddou h für die initiative chefsache

SVEN HAGströmer im Gespräch mit uwe-Jean heuser. Foto: Reinaldo coddou h für die initiative chefsache

"Die AllBright Stiftung ist eine Art Guerilla-Organisation, die die Chancengleichheit von Männern und Frauen in den Unternehmen auf die Agenda setzt" - so hat AllBright-Gründer Sven Hagströmer am 29. Mai auf der Jahrestagung der Initiative Chefsache in Berlin seine Stiftung beschrieben.

Im Gespräch mit Uwe-Jean Heuser von der ZEIT berichtete er, wie er aus Ärger über die Trägheit der Unternehmen in dieser Frage und aus Freude an einer lebhaften Debatte die AllBright Stiftung ins Leben gerufen hat - vor 6 Jahren in Schweden, im vergangenen Jahr dann auch in Deutschland.

 

Ein ewiger Thomas-Kreislauf? Wie deutsche Börsenunernehmen ihre Vorstände rekrutieren

 

Am 3. April erscheint der neue AllBright-Bericht:

Die deutschen Vorstände der an der Frankfurter Börse notierten Unternehmen sind extrem homogen und durch und durch von „Thomas“ geprägt: Im März 2017 bestehen die Vorstände zu 93 Prozent aus Männern, die sich in Alter, Herkunft und Ausbildung stark gleichen. Der deutsche CEO umgibt sich am liebsten mit Spiegelbildern seiner selbst; 5 Prozent der CEOs heißen Thomas, und es gibt mehr Vorstandsmitglieder, die Thomas oder Michael heißen (49), als es insgesamt Frauen gibt (46).

Der Bericht dokumentiert, nach welcher engen Schablone die Unternehmen Mitglieder ihre Vorstandsmitglieder rekrutieren. Dabei fallen nicht nur Frauen durchs Raster, sondern auch beispielsweise alle, die in Ostdeutschland ausgebildet sind: sie machen weniger als 1 Prozent der Vorstandsmitglieder aus. 93 Prozent sind Männer, 76 Prozent Deutsche, 71 Prozent Wirtschaftswissenschaftler oder Ingenieure. So reproduzieren sich seit Jahrzehnten immer gleiche Führungsmannschaften, denen viel innovatives, aber auch selbstkorrigierendes Potential entgeht.

Überraschendes dokumentiert der Bericht in Bezug auf die Rolle des Frauenanteils im Aufsichtsrat sowie auf der Führungsebene unterhalb des Vorstands (die Frauen-„Pipeline“) für die Besetzung der Vorstände mit Männern und Frauen: sie haben so gut wie keinen Einfluss auf die Rekrutierung von Frauen in den Vorstand. Die beiden einzigen Unternehmen mit 40 Prozent Frauen im Vorstand (Aareal Bank und Telefónica Deutschland) haben aber eine weibliche Aufsichtsratsvorsitzende.

Und: Mehr als 10 Prozent der Mitglieder der Börsenvorstände werden im Laufe eines Jahres ausgetauscht, es gibt also viel Bewegung. Würde man nur 6 Jahre lang Männer und Frauen im Verhältnis 50:50 rekrutieren, wäre ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis mit 40 Prozent Frauen erreicht.

„Die Unternehmen rekrutieren, als sei nur ein männlicher 53-jähriger westdeutscher Betriebswirt in der Lage, im Vorstand eines Unternehmens mitzuwirken. Das ist natürlich Unsinn“, kommentieren die Geschäftsführer der AllBright Stiftung, Wiebke Ankersen und Christian Berg die Ergebnisse. „Ein gutes Team ist möglichst vielfältig aufgestellt, um Selbstkritik, Innovationsfähigkeit und Profitabilität zu gewährleisten. Aareal Bank, Allianz, Daimler, Deutsche Bank, Siemens und Munich Re sind bislang die einzigen Börsenunternehmen, die beweglich genug waren, mehrere Frauen für den Vorstand zu rekrutieren. Sie signalisieren damit auch nachwachsenden weiblichen Talenten „hier seid ihr willkommen, hier könnt ihr bis in die oberste Führungsebene mitgestalten“: Das ist wirklich gelungenes Employer Branding.“

Ab Montag, dem 3. April, kann der Bericht hier heruntergeladen werden.

 

Wir suchen Praktikanten!

 

Wir brauchen noch mehr Unterstützung! Daher suchen so bald wie möglich einen Praktikanten oder eine Praktikantin in Voll- oder Teilzeit. Das Praktikum sollte als Pflichtpraktikum Teil einer Ausbildung sein (oder ein Orientierungspraktikum nach abgschlossenem Studium) und kann bei 38 Wochenstunden 3 Monate oder bei 19 Wochenstunden 6 Monate dauern. Es ist mit 400 Euro/Monat (Vollzeit) vergütet.

Wir bieten das Arbeiten in einem kleinen, deutsch-schwedischen Team und die Einbindung in alle Prozesse einer NGO. Schwerpunkt des Praktikums ist die Unterstützung in folgenden Bereichen:

Kommunikation, Recherche, Veranstaltungsmanagement

  • Ausbau und Betreuung der Kanäle in den sozialen Medien

  • Pressearbeit

  • Datenrecherche, Gestaltung und Texte für Reports zur Gleichstellung in Führungsteams der deutschen Wirtschaft

  • Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation von Veranstaltungen

Wir suchen Studenten mit Interesse und Leidenschaft für das Thema. Teamfähigkeit und Spaß an der Arbeit sind ebenso wichtig wie Genauigkeit in der Recherchearbeit sowie ein besonders gutes Formulierungsvermögen. Schwedische Sprachkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht notwendig. Und wir freuen uns natürlich auch sehr über männliche Bewerber!

Bewerbungen und Rückfragen bitte an wiebke.ankersen@allbright-stiftung.de, Tel.: 0173-277 73 89. Das Büro der AllBright-Stiftung befindet sich in der Gormannstr. 14, 10119 Berlin-Mitte.

 

Der erste AllBright Abend: „40 Prozent Frauen in Führung - Erfolgsrezepte"

 
 Christian Berg, Axel Wallrabenstein, Tanja Wielgoß, Marija Korsch, Petra Hesser, Wiebke Ankersen und Rainer Esser

Christian Berg, Axel Wallrabenstein, Tanja Wielgoß, Marija Korsch, Petra Hesser, Wiebke Ankersen und Rainer Esser

"Die meisten sehen vor allem Schwierigkeiten, andere haben einfach wie selbstverständlich 40 Prozent Frauen in Führungspositionen", leitete Geschäftsführer Christian Berg die erste Veranstaltung der AllBright Stiftung in Deutschland ein. Denn tatsächlich zeigen die Beispiele der eingeladenen Unternehmen, dass es geht - und dass es den Unternehmen gut tut. 

Anlässlich ihrer ersten Stiftungsratssitzung am 21. November lud die AllBright Stiftung  ins Münzstudio in Berlin-Mitte ein, wo besonders erfolgreiche Unternehmen ihre Geheimrezepte für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in den Führungspositionen verrieten.

Der Stockholmer AllBright-Stifter Sven Hagströmer begrüßte, dann sprach die Aufsichtsratsvorsitzende  Marija Korsch von der Aareal Bank (das einzige der 160 Unternehmen im AllBright Bericht 2016 mit einem 40-prozentigen Frauenanteil im Vorstand) über den positiven Einfluss eines ausgewogenen Geschlechterverhältnisses auf die Unternehmensresultate. Über den Mehrwert von Vielfalt und erfolgreiche Methoden, Frauen als Führungskräfte zu gewinnen und langfristig zu halten, berichtete der Geschäftsführer der ZEIT-Verlagsgruppe Rainer Esser. Als Vorreiter im Bereich ausgeglichener Führungsteams in Deutschland referierte Petra Hesser als Head of International Resources des IKEA Konzerns über Strategien der Umsetzung von Gender Equality und präsentierte dazu eine klassische IKEA „Step-by-Step“ Montageanleitung für Unternehmen.

Eine abschließende Diskussion mit den Rednern und den beiden AllBright-Stiftungsratsmitgliedern Axel Wallrabenstein (MSL Group) und Tanja Wielgoß (BSR) machte deutlich, wie wichtig eine offene, inklusive Führungs- und Unternehmenskultur, kreatives und professionelles Rekrutieren und nicht zuletzt das Setzen konkreter Ziele für das Erreichen eines hohen Frauenanteils in den Führungsteams der Unternehmen sind. 

 

AllBright präsentiert Best Practice: "40 Prozent Frauen in Führung - Erfolgsrezepte"

 

Die Zukunft ist längst Wirklichkeit: Unternehmen wie IKEA, die ZEIT Verlagsgruppe oder die Aareal Bank haben schon ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in ihren Führungsgremien - die entscheidende Rolle spielt dabei eine moderne Führungs- und Unternehmenskultur.

Anlässlich ihrer ersten Stiftungsratssitzung hat die AllBright Stiftung besonders erfolgreiche Unternehmen gebeten, ihre Geheimrezepte zu verraten: am Montag, dem 21. November von 16.30 bis 18.30 Uhr im Münzstudio in Berlin-Mitte. Anmeldung bis Donnerstag, dem 17. November, unter anmeldung@allbright-stiftung.de. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, Sie erhalten eine Bestätigung Ihrer Teilnahme.